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Der Hovawart

Ein altes Sprichwort besagt, ein Hovawart sei ein Hund, der den Hof verwahrt. In der Tat ist der Rasse
eine angeborene Wachsamkeit keinesfalls abzusprechen, wobei seriöse Züchter größten Wert auf ein
unaggressives Wesen legen. Ein Hovawart übernimmt die Aufgabe als Wachhund für Haus und Hof mit Bravour,
gibt dabei aber gleichzeitig einen toleranten und liebenswerten Familienhund ab.

Wer Kinder hat, findet in dem freundlichen Vierbeiner einen geduldigen und toleranten Partner, der dem
menschlichen Nachwuchs durchaus positiv gesonnen ist. Natürlich gilt für den Hovawart aber auch die Grundregel,
die für alle - und insbesondere für große - Hunde gilt: Kleinkinder dürfen prinzipiell nicht mit dem Hund allein
gelassen werden und müssen lernen, wie man mit einem Haustier umzugehen hat.

Gelehrig und energiegeladen wie der Hovawart nun einmal ist, eignet er sich im Grunde genommen für alle
Freizeitbeschäftigungen, die körperlichen Einsatz und Grips erfordern. Flyball, Obedience, eine Ausbildung
zum Rettungs- oder Reitbegleithund? Alles kein Problem. Bei einem Hovawart sind dem Tatendrang kaum Grenzen
gesetzt. Zumal er auch nur eine eingeschränkte Wildpassion hat. Die oben genannten Eigenschaften und ganz
besonderes die Bindung zu seinen Menschen geben dem Hovawart die Grundlage für die Arbeit im Team als Rettungs-
oder Therapiehund um Menschen, die in Not geraten sind, zu helfen.

--Auszug aus "haustier-anzeiger"

Der HovawartDer-HovawartDer-HovawartDer-Hovawart

Allgemeines Erscheinungsbild des Hundes

(FCI - Standard Nr. 190 / DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDES : 12.01.1998)

Der Hovawart ist ein kraftvoller, mittelgroßer, leicht gestreckter, langhaariger Gebrauchshund. Die Geschlechts -
unterschiede sind vor allem an Kopfform und Körperbau deutlich erkennbar.

Wichtige Masseverhältnisse

Die Rumpflänge beträgt ca. 110% bis 115% der Widerristhöhe

Verhalten und Charakter

Er ist ein anerkannter Gebrauchshund zu vielseitiger Verwendung. Von der Veranlagung her ausgeglichen und ruhig, besitzt er Schutztrieb, Selbstsicherheit und Belastbarkeit, mittleres Temperament und eine sehr gute Nasenveranlagung.
Für einen Gebrauchshund harmonisch abgestimmte körperliche Verhältnisse und eine besondere Bindung an seine Familie machen ihn insbesondere zu einem hervorragenden Begleit-, Wach-, Schutz- und Fährtenhund.

Kopf

Der Nasenrücken ist gerade und bildet eine Parallele zum Oberkopf. Fang und Schädel sind etwa gleich lang. DieKopfhaut liegt straff an.

Oberkopf

Schädel: Der kräftige Kopf hat eine breite, gewölbte Stirn.
Stop: Gut erkennbar

Gesichtsschädel

Nase: Nasenlöcher gut ausgebildet. Bei schwarzmarkenen und schwarzen Hunden ist die Pigmentierung schwarz;
Pigmentierung bei blonden Hunden: schwarz , Wechselnase zulässig

Fang: Kräftig; sowohl von der Seite als auch von oben gesehen verjüngt er sich wenig.

Lefzen: Sie liegen gut an.

Zähne/Gebiss: Der Hovawart hat ein vollständiges, kräftiges Scherengebiss mit 42 Zähnen gemäß der
Zahnformel. Die Zähne stehen senkrecht im Kiefer. Zangengebiss ist zulässig.

Augen: Die Augen sind oval, weder hervortretend noch tiefliegend. Ihre Farbe ist dunkel- bis mittelbraun.
Die Augenlieder liegen dicht an.

Ohren: Die locker anliegenden dreieckigen Hängeohren sind hoch und weit auseinanderliegend angesetzt,
den Oberkopf optisch verbreiternt, und reichen in ihrer Länge bis mindestens zum Lefzenwinkel. Ihre Spitze ist
leicht abgerundet. In Ruhestellung liegen sie flach, bei Aufmerksamkeit können sie etwas nach vorne gerichtet
getragen werden. Die Vorderkante liegt etwa auf der Mitte zwischen Auge und Hinterhauptbein.

Hals

Der kräftige Hals ist mittellang und die Kehlhaut liegt straff an.

Körper

Rücken: Der Rücken ist gerade und fest.
Lenden: Die Lende ist kräftig und etwas länger als die Kruppe.
Kruppe: Die Kruppe ist leicht abfallend und mittellang.
Brust: Die Brust ist breit, tief und kräftig.

Rute:

Die buschig behaarte Rute reicht bis unterhalb des Sprunggelenkes, aber nicht bis zum Boden. Sie wird je
nach Stimmungslage des Hundes über den Rücken hochgeschwungen oder gesenkt getragen.

Gliedmassen:

Vorderhand: Die Vorderläufe sind kräftig und, von vorne und von der Seite gesehen, gerade und senkrecht
gestellt.

Schulter: Sehr gut bemuskelt. Das Schulterblatt ist lang und gut schräg zurückliegend.

Oberarm: Lang, eng am Körper anliegend
Ellenbogen: Sie liegen am Brustkorb an.
Vorderfußwurzelgelenk: Kräftig
Vordermittelfuß: Mäßig schräg gestellt.

Hinterhand: Die Hinterläufe sind kräftig und von hinten gesehen, senkrecht gestellt. Die Hinterhand ist
gut gewinkelt.

Ober- und Unterschenkel: Sehr gut bemuskelt.
Sprunggelenk: Kräftig, tiefstehend.

Pfoten:

Die Pfoten sind rundlich, kräftig und kompakt. Die Zehen sind gewölbt und eng aneinanderliegend.
Afterkrallen sind zu entfernen, ausgenommen in den Ländern, in denen solches durch gesetzliche Bestimmungen
verboten ist. Die Zehennägel bei schwarzmarkenden und schwarzen Hunden sind schwarz pigmentiert. Die
Zehennägel bei blonden Hunden können weniger pigmentiert sein.

Gangwerk:

Der Hovawart bewegt sich in allen Gangarten von vorne und hinten gesehen gradlinig und raumgreifend.
Der Trab ist weit ausgreifend mit gutem Schub aus der Hinterhand.

Haut:

Die Haut ist insgesamt straff anliegend. Bei schwarzmarkenden und schwarzen Hunden hat sie einen
bläulichen Schimmer, bei blonden einen meist rosa Schimmer.

Haarkleid:

Haar:

Das kräftige Langhaar ist leicht gewellt und anliegend, mit wenig Unterwolle. Es ist länger an der Brust,
am Bauch, der Rückseite der Vordeläufe, an der Rückseite der Oberschenkel und der Rute. Am Kopf, an der
Vorderseite der Vorderläufe, an der Vordeseite der Hinterläufe ist das Haar kurz. Das Haarkleid ist geschlossen.

Farbe:

Den Hovawart gibt es in drei Farbschlägen: Schwarzmarken, schwarz und blond.

Schwarzmarken: Das Haarkleid ist schwarz und glänzend, die Farbe der Markenzeichnung mittelblond. Am Kopf
beginnt die Zeichnung unterhalb des Nasenrückens und reicht um die Lefzenwinkel herum bis in die Kehlmarke.
Die punktförmigen Abzeichen über den Augen sind deutlich sichtbar. Die Brustmarke besteht aus zwei
nebeneinanderliegenden Flecken, die miteinander verbunden sein können. An den Vorderläufen reichen die Marken,
von der Seite gesehen, von den Zehen bis etwa zum Vordermittelfuß und laufen auf der Hinterseite in Höhe der
Ellenbogen aus. An den Hinterläufen ist, von der Seite gesehen, die Markenzeichnung unterhalb des Sprunggelenkes als breiter Streifen, oberhalb des Sprunggelenkes als schmaler Streifen sichtbar, der auf der Vorderseite der Hinterläufe bis in die Höhe der Bauchdecke reicht. Auch unterhalb des Rutenansatzes ist eine Markenzeichnung vorhanden.
Die Zeichnung ist in Allen Bereichen klar abgegrenzt. Einzelne kleine weiße Flecken an der Brust sowie einzelne weiße Haare an den Zehen und Rutenspitze sind zulässig. Die Pigmentierung an den Lidern, Lefzen und Ballen ist schwarz.

Schwarz:

Das Haarkleid ist schwarz und glänzend. Einzelne kleine weiße Flecken an der Brust sowie einzelne weiße Haare an Zehen und Rutenspitze sind zulässig. Die Pigmentierung an Lidern, Lefzen und Ballen ist schwarz.

Blond:

Das Haarkleid ist mittelblond, glänzend, und wird zum Bauch hin sowie an den Läufen heller. Einzelne kleine
weiße Flecken an der Brust sowie einzelne weiße Haare an Zehen und Rutenspitze sind zulässig. Die Pigmentierung an Lidern, Lefzen und Ballen ist schwarz.

Größe:

Widerristhöhe:
Rüde     63-70 cm,
Hündin  58-65cm.

Fehler:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muß als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in
genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Ausschliessende Fehler

Allgemeines Erscheinungsbild:
Im Phänotyp dem Rassenbild nicht entsprechende Hunde
Stark rüdenhafte Hündinnen
Stark hündinnenhafte Rüden
Proportionen:
Stark abweichende Körperproportionen
Verhalten und Charakter:
Aggresive, ängstliche, schußscheue oder lethargische Hunde
Kopf:
Fehlender Stop
Blaues Auge oder Birkauge
Steh-, Kipp-, Rosenohren oder abstehende Ohren
Vorbiß, Rückbiß, Kreuzbiß

Fehlen von mehr als zwei Zähnen von den 4PMI und den 2 M3, oder Fehlen eines anderen Zahnes.

Hals:
Ausgeprägte Wamme oder viel lose Kehlhaut.
Körper:
Starker Senkrücken oder stark aufgezogener Rücken.
Schmale oder tonnenförmige Brust
Rutenanomalien, stark verkürzte Rute, ausgeprägte Ringelrute.
Gliedmassen:
Stark überhöhte Hinterhand.
Beschaffenheit des Haarkleides:
Überwiegend gelocktes Haarkleid (Ringellocken).
Farbe des Haarkleides:

Allgemeines:

Farben, die im Standard nicht beschrieben sind, z.B. blau-grau, wildfarben, braun, weiß, geschockt, blond mit
rußigem Anflug oder überwiegend mehrzoniges Haar. Weiße Flecken. Einzelne weiße Haare an der Innenseite der Oberschenkel führen nicht zum Zuchtausschluß

Schwarzmarkene Hunde:
Graue oder braune Flecken außerhalb der Markenzeichnung
Überwiegend andersfarbige als schwarze Unterwolle
Überwiegend graue oder weißliche Markenzeichnung
Schwarze Hunde:
Graue oder braune Flecken
Überwiegend andersfarbige als schwarze Unterwolle
Blonde Hunde:
Einzelne weiße Haare auf dem Nasenrücken führen nicht zum Zuchtausschluß
Durchgehend rotblonde Farbe ohne Aufhellung
Farbe weißlich-blond, ebenso an den Ohren
Deutliche weiße Markenzeichnung
Dunkle Flecken oder Maske
Größe:
Untergröße
Übergröße von mehr als 3 cm

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im
Hodensack befinden.

Allgemeines Erscheinungsbild des HundesAllgemeines-Erscheinungsbild-des-HundesAllgemeines-Erscheinungsbild-des-HundesAllgemeines-Erscheinungsbild-des-Hundes


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